Latein - Lektionen 16-20
Lektionen 16-20

Lektion 16

A
Über Romulus, den Vater des Vaterlandes (Teil 1)
Romulus regierte viele Jahre den Staat und stand immer in großer Ehre bei den Römern.
Die Taten von Romulus wurden von allen gelobt. Die Zahl der Einwohner Roms wurde unter Romulus vergrößert, die Römer wurden von den benachbarten Völkern entweder verehrt oder gefürchtet.
Einst wollte Romulus die Truppen Roms mustern. Die Trompeten erklangen früh und rief die Männer auf Marsfeld zusammen. Alle bewaffneten Männer liefen herbei.
Romulus stand lange im Marsfeld auf einem Hügel, viele Stunden musterte er die Truppen, als plötzlich eine dichte Wolke Romulus umgab. Wenig später verzog sich die Wolke, aber Romulus stand nicht mehr auf dem Hügel; Der Hügel war leer. Romulus wurde lange vergeblich von den Römern gesucht.
Schließlich wanderten die römischen Männer mit großem Schmerz nach hause. Zuhause wurden sie von den anderen oft gefragt: "Warst du auch im Marsfeld dabei, Nachbar ?"-"Ich war. Dort stand ich zwischen den anderen Männern. "-"Was hast du gesagt?" Haben die Götter etwa den berühmten Mann entrückt? "-"Ich glaube, dass die Senatoren Romulus getötet haben. Denn die Senatoren beneideten Romulus immer."

E
Über Romulus , den Vater des Vaterlandes (Teil 2)
Am folgenden Tag erfüllte der Senator Julius Proculus das römische Volk mit neuer Hoffnung, denn der treue Mann erzählt dem Volk:"Ich wanderte zufällig übers Marsfeld, ich bedauerte sehr, dass Romulus fehlte, als Romulus mir plötzlich erschien. Sofort erfüllte große Angst mein Herz. Lange stand und schwieg ich, aber der Vater des Vaterlandes rief mich freundlich herbei:"Hör auf zu fürchten! Sag nicht nur den Senatoren, sondern auch den anderen römischen Männern: Nicht die Feinde haben mich getötet, sondern Mars, mein Vater, hat mich in den Himmel getragen.
Melde allen Römern: Die Götterwelt will der Herr des römischen Volkes sein. Ich zweifele nicht: Irgendwann wird der ganze Erdkreis dem römischen Volk gehorchen."
So stärkte Julius Proculus den Mut der Römer. Die Römer hielten für immer das Andenken an Romulus, den Vater des Vaterlandes, heilig.

Z
Die kleine Wespe rettet die große Taube
Einst geriet eine Wespe in einen Fluss. Die Taube saß im nächsten Baum. Dann bat die Wespe die Taube:"Ich war unvorsichtig, ich bin in den Fluss gefallen! Rette mich, Freundin!" Die Taube riss ein Blatt vom Baum ab und es fiel in den Fluss. Dann kletterte die Wespe schnell auf das Blatt und wurde vom Blatt getragen. So rette die Taube die Wespe.
Am folgenden Tag sah ein Jäger die Taube im Baum sitzen und wollte die Taube mit einem Pfeil töten. Dann zögerte die Wespe nicht der Freundin Dank abzustatten: Sie flog zum Jäger und stach ihm in die Hand. Der Pfeil flog an der Taube vorbei. So rettete die Wespe ihre Freundin die Taube.

Lektion 17


B
1.Sobald Faustulus die kleinen Jungen schreien gehört hatte, lief er sofort zum Ufer des Flusses und brachte die Zwillinge in seine Hütte.
2.Nachdem Romulus Rom gegründet hatte, rief er die Bauern und Hirten aus den Nachbardörfern zusammen.
3.Romulus umgab Rom mit einer Mauer, weil er Rom vor Feinden schützen wollte.
4.Nachdem Romulus die Mauer gebaut hatte, fragte Remus seinen Bruder:"Warum hast du so eine kleine Mauer gebaut, Romulus?" Du hast dich vergeblich gemüht, wenn die Mauer von einem Jungen überwunden werden kann."
5.Weil die Gattinnen den Römern fehlten, verschaffte Romulus den Sabinern eine Falle.

C
1.Pater, quod Lucius aegrotus erat, Lucium in horto ludere vetuit.
2.Marcus, quod amicum venire audivit, statim an fenestram accurit.
3.Pater, quod Marcus non venit, Marcum vocavit.
4.Magister:"Mercatores, quod Brittania libera Romanis ignota es, ad Brittania non navigant."
5.In horto, quod fabulae vobis non placent, ludere licet.

D
1.Quod Lucius equum non timebat, equum cepit.
2.Quamquam me non invitavistis, veni.
3.Si a ianua arcemur, corvas non terretur.
4.Liberi paramus, ut magister nobis imperavit.
5.????
6.Si amicum quaris amicum, in Campum Martium regeris
7.Nisi labor vos fatigavit, bonus estis.

E
Über die Grille und die Ameise

Die Grillen singen jedes Jahr den ganzen Sommer, obwohl die anderen Tiere, wie die Ameise, immer Futter suchen. Daher, sobald der Winter das ist, fehlt den übrigen nicht das Futter, den Grillen jedoch quält der Hunger. Einst lief die Grille zu den benachbarten Ameisen herbei und sagte: "Ich komme zu dir, weil ich weiß, dass du große Vorräte besitzt. Gewähre mir eine kleine Menge vom Futter, da ich vom Hunger gequält werde. Nachdem die Ameise die Grille gehört hatte, fragte sie den Nachbarn: "Warum hast su nicht im Sommer wie die anderen Tiere Futter gesucht?"
Grille: "Ich habe immer gesungen; alle Tiere haben mich gerne singen gehört.
Habe ich dich etwa nicht mit meiner Stimme erfreut?"
Aber die Nachbarin erwich das Herz der Ameise nicht, obwohl sie lange bat:"Mir Recht wirst du bestraft, weil du mir nicht gehorcht hast. Oft wurdest du von mir ermahnt." Und fügte hinzu:" Wenn du im Sommer gesungen hast ist es dir jetzt erlaubt zu tanzen."

 

Lektion 18


A 1
Über den Marktplatz der Römer
Titus sagt:"Das Marsfeld und der Marktplatz der Römer wird von vielen besucht. Habt ihr schon das Marsfeld und den Marktplatz der Römer besucht, Jungen?"
Marcus sagt:"Das Marsfeld haben wir schon besucht, Titus, aber führ uns nun über den Markplatz der Römer. Zeig uns die Schönen Gebäude des Marktes und die übrigen schönen Dinge."
Nachdem sie den Markt betreten hatten, sagte Titus:"Es sind viele Gebäude und Tempel auf dem Marktplatz. Sieh den kleinen Tempel des Gottes Janus! Wird ein Krieg mit dem römischen Volk geführt, wird die Tür des Tempels geöffnet, weil die Römer sagen, dass der Gott Janus bei einem Krieg den Tempel verlässt und den röm. Truppen Hilfe gewährt."
Titus sagte:"Seht die Kurie! Die Senatoren werden von den Consuln oft in die Kurie zusammengerufen und sie beraten über den Staat." Nachdem die Jungen die Kurie betrachtet hatten, wollten sie die Rednerbühne besteigen; aber Titus:"Die Redner reden von der Rednerbühne über den Staat. Seid ihr etwa brühmte Redner, Jungen?"
Dann wanderten sie am Kapitol vorbei, verließen den Marktplatz und näherten sich dem Marsfeld.

A 2

Über den Tempel der Minerva und des neue Theater

Marcus sieht den neuen Tempel und liest:
POMPEIUS, der Feldherr für Minerva
"Sieh, Lucius",sagt er,"Mann kann den Namen Pompeius auf der Tafel lesen." Auch Lucius liest die Buchstaben des Namens. Er fragt Titus:"Sage Titus:Warum hat Pompeius seinen Namen einmeißeln lassen?" Titus:"Pompeius hat den Tempel der Minerva aus seiner Baute für die Sieger geweiht. So dankt er der Göttin mit seinem Namen. Alle Namen der Sieger müssen zu lesen sein. Wir sehen, dass viele berühmte Männer den Marktplatz mit schönen geschmückt haben. Wir lesen Namen und Ehrenämter von berühmten Männern auf Tafeln. So werden berühmte Namen in Erinnerung bewahrt.
Dann betreten sie das neue Theater, das auf dem Marsfeld gelegen ist. Sie hören Dichter lesen. "Hört die neuen Gedichte, Römer! In Meinen Gedichten wird Pompeius gelobt." Währen das neue Werk vom Dichter vorgelesen wird, laufen viele herbei. Auch die Jungen hören das neue Werk des Dichters. Der Dichter preist in seinem Werk die Taten des Feldherrn Pompeius. Titus:"Viele Dichter lesen ihre Werke und Gedichte nicht nur auf dem Marktplatz sondern auch in großen Gebäuden. Aber nun, Jungen, müssen wir nach Hause wandern. Wir haben schon viel gesehen, alles kann man heute nicht sehen, weil uns die Zeit fehlte." Auf dem Weg sagt Marcus:"Ich will zu einer anderen Zeit alles betrachten."

 


Lektion 19


A
Die Römer vertreiben den letzten König
Einst regierten gute Könige das römische Volk. Romulus, der erste röm. König, sorgte gut für das Volk, gab gute Gesetze und verschaffte sich bei den Römern Ruhm. Nach den Kriegen mit den Sabienern stärkte Romulus den Frieden mit den benachbarten Völker. Er ließ schöne Tempel für das Wohlergehen der römischen Bürger erbauen. Obwohl der Staat im Zeitalter des Romlulus und den anderen Königen klein gewesen war, stärkten die Römer mit großer Geschwindigkeit ihr Reich.
Tarquinius jedoch, der siebte und letzte König, wurde wegen seines Stolzes von den Römern Tarquinnius der Stolze genannt, weil er auch schlecht und streng war mahnte Brutus eun Adliger Mann:"Vertreibt den schlechten König! Beendet die Sklaverei! Seht, die Freiheit liegt vor den Füßen!" Die Römer gehorchten Brutus, dem Führer der Bürgerschaft, gern. Sie vertrieben den König und beendeten die Sklaverei. Dann wählte das Volk, währen sie über einen neuen Staat berieten, zwei Konsuln. Die römische Bürgerschaft gehorchte den Konsuln; die Konsuln jedoch gehorchten den Gesetzen. Nun war die Stimme des Volkes oberstes Gesetz, weil die Gesetze nicht von dem König, sondern vom Volk gegeben wurden. Daher nannte die Bürgerschaft es die Republik. Die Römer retteten ihre Freiheit und verteidigten sie lange.

B
Die Stimme des Volkes ist die Stimme der Götter

E
Die Freiheit wird vom Volk verteidigt

Nachdem die Römer Tarquinnius Superbus aus dem Staat vertrieben hatten, bewahrten sie mit guten Gesetzen die Eintracht und das Wohlergehen des Staates. Später jedoch war ein Streit zwischen den Senatoren und dem Volk, weil die Senatoren die Freiheit des Volkes gegen die Gesetze unterdrücken wollten. Daher rannte das Volk auf den Marktplatz. Sie hörten eine große Stimme. Obwohl wir immer den Gesetzen gehorchten, haben die Senatoren dem Volk die Freiheit geraubt. Sie wollen uns schlachte Sklaverei verschaffen. Daher wählt neue Führer, Freunde! Es gehört sich, dass der Staat nicht nur von Senatoren, sondern auch vom Volk verwaltet wird. Wenn die Senatoren nicht auf die Gesetze hören, werden wir gezwungen Rom zu verlassen und aus unsrem Vaterland zu wandern.

Z
Über die Sibyllinischen Bücher

Einst im Zeitalter des Tarquinnius Suberbus betrat eine Frau, mit dem Namen Sibylla, den Hof des Königs und brachte neun Bücher herbei. Die Frau stellte die Bücher auf den Tisch vor dem König auf und bestärkte, dass sie heilig seien und das Orakel der Götter enthalten. Sie sagte:"Willst du die Bücher etwa nicht kaufen?" Nachdem der König die Frau über den Preis der Bücher gefragt hatte, forderte die Frau einen großen Preis. Weil der König jedoch sich weigerte die Bücher zu kaufen, verbrannte die Frau sofort drei der neun Bücher und fragte den König wieder:"Willst nun immer noch nicht die Bücher kaufen, König?" Sobald der König sich wieder weigerte, verbrannte die Frau weitere drei der übrigen Bücher. Dann überlegte der König nicht mehr, sondern kaufte die Bücher zu einem hohen Preis.
Die Bücher werden von den Römern "die Sibyllinischen Bücher" genannt. In den Büchern waren die einst von den Göttern erteilten Orakel über den Staat enthalten. Die Konsuln und Feldherrn der Römer berieten über Sibyllinischen Bücher, als über das Wohlergehen des röm. Staates verhandelt wurde.